Beratung

ReduSol für Chrysanthemen

Chrysanthemenzüchter Hein van Wordragen bringt die Beschichtungen auf seinen Gewächshäusern selbst an. So kann er präzise den Zeitpunkt der Auftragung und die Dicke der Schicht bestimmen. Er bringt die Schattierfarbe in mehreren dünnen Schichten an. 

Im Frühling gibt es immer Tage, an denen das Telefon des Lohnunternehmers unaufhörlich klingelt. Die Wettervorhersage ist gut: sonnig und trocken. Ideales Wetter also zur Aufbringung einer Beschichtung – die dann auch notwendig ist, um die Pflanzen vor der plötzlichen starken Sonneneinstrahlung zu schützen. Dann wird es schwierig, die Terminwünsche aller Kunden zu erfüllen. Hein van Wordragen beschloss vor drei Jahren, nicht mehr vom Terminkalender anderer abhängig sein zu wollen. „Wir haben angefangen, mit einem umgebauten Glaswäscher selbst ReduSol aufzutragen. So können wir selbst den optimalen Zeitpunkt bestimmen“, berichtet er. Von Wordragen baut in Bruchem (Bommelerwaard) auf 4,3 Hektar exklusive Chrysanthemen für Märkte an, in denen starke Farben und schwere Qualitäten gefragt sind, etwa in Russland.

Dünne Schichten
Wenn man die Dinge selbst in der Hand behält, kann man von den üblichen Mustern abweichen. Das Unternehmen ist eines der ersten, das die Schattierfarbe in mehreren dünnen Schichten übereinander aufträgt. „Ende April bringen wir eine erste dünne Schicht auf. Anschließend beobachten wir, wie sich die Lichteinstrahlung zum Sommer hin entwickelt; anhand der Ergebnisse entscheiden wir dann, wann eine zweite Schicht notwendig wird, um das Licht weiter zu dämpfen. Das können wir auf den Tag genau bestimmen.“ Es gibt aber noch weitere Möglichkeiten, wie er berichtet. So können beispielsweise nur bestimmte Dachflächen gestrichen oder wenn nötig wieder von der Beschichtung befreit werden. Die Anbringung der Schattierfarbe in dünnen Schichten entspricht der Zunahme der Lichtstärke im Frühjahr. Die farbenfrohen Blumen profitieren von der Beschichtung, brauchen aber für ihr Wachstum und eine gute Färbung genügend Licht. „Wenn eine dicke Schicht zu früh aufgetragen wird, wird das Wachstum zu stark gebremst. Eine dünne Schicht dagegen bietet nicht die gesamte Saison über genügend Schutz. Darum ist die Auftragung in mehreren dünnen Schichten die ideale Lösung.“ Darüber hinaus nützt der Sonnenschutz auch den natürlichen Feinden der Schädlinge. „Die biologische Schädlingsbekämpfung funktioniert bei nicht zu starker Sonneneinstrahlung um einiges besser“, wie der Züchter festgestellt hat.

Mitarbeiterausbildung
Für die Vorgehensweise von Van Wordragen müssen zwei Voraussetzungen gegeben sein: Man braucht eine Glaswaschanlage und einen ausgebildeten Mitarbeiter. Denn die Aufbringung von Beschichtungen ist ein Fach für sich, das Sorgfalt und Fachkenntnis erfordert. Die Beschichtung und die Wäsche des Glasdachs lassen sich problemlos miteinander kombinieren. Vor dem Auftrag der Schattierfarbe im Frühjahr wird das Dach noch einmal gewaschen. Anschließend installiert der Mitarbeiter die Dosierpumpe auf dem Gerät, wo sie bis zum Herbst verbleibt. Danach ist es wieder Zeit für eine Dachwäsche.

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